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Biographie


mostrocker gerhard egger

Geboren und aufgewachsen in Gosau am Dachstein im oberösterreichischen Salzkammergut, wird er als einer der Pioniere des Alpinrocks genannt. Diese Anfang der Neuzigerjahre durch Hubert von Goisern etablierte Musikrichtung entstand aus einem Crossover zwischen internationalem Rock/Pop und alpiner Volksmusik alter Tradition. 

Egger spielt ausschließlich eigene Kompositionen, die mit den Stilmitteln diverser internationaler Musikrichtungen und traditioneller Volksmusik gestaltet werden. Bis zu seinem 14. Lebensjahr umgeben von Volksmusik und Almwirtschaft, wurde er als Schüler und Student während der Roaring Sixties zuerst ins südliche Burgenland und danach in urbane Umgebung nach Linz verschlagen.

Die Zeit des gesellschaftlichen Aufbruchs sowie Reisen quer durch Europa hinterließen ihre Spuren. Fasziniert von den Liedschreiberqualitäten der Beatles begann er 1965 eigene Songs in englischer Sprache zu komponieren bzw. zu texten. 1969 gründete er die Band


art boys collection

 

und landete 1971 mit dem Song "Jesus Said" einen Ö3-Top-Hit. Drei weitere Singles u. das Debütalbum "Stoned Wall" folgten 1972. Dieses Album hat sich mittlerweile zu einem weltweit begehrten Kultobjekt entwickelt. Es wurde 2001 in Deutschland als CD und 2011 in Portugal als Vinyl-LP erneut aufgelegt.

 

Der späte Erfolg brachte der Band nachträglich einen Eintrag ins German Rock Lexicon als Krautrock-Pioniere. In der Folge stand das Album auf der Playlist diverser Radiostationen in New York, Colorado, Brasilien, Korea sowie Canada und wurde weltweit auf über 300 Internetsites von Japan über Russland bis in die USA als eine der schönsten Wiederentdeckungen der letzten Jahre gepriesen.

1973 zog sich Egger ins Privatleben zurück, um mit bodenständigem Bezug zu komponieren und seinem Beruf als Volksschullehrer nachzugehen. Damals entstand seine erste Alpinrockkomposition


der alpenrock´n´roll

 

Die vielzitierten Bretter, die die Welt bedeuten, ließen ihn jedoch nicht los, und so tourte er ab 1975 fünf Jahre lang mit der Coverband Broadway durch Österreich und Bayern, immer getragen von der Hoffnung, die richtigen Mitmusiker für seine eigene Musik zu finden.

Nachdem sich diese Hoffnung nicht erfüllt hatte, beschloss Egger 1980, als Komponist, Textautor, Arrangeur und Produzent für andere Interpreten zu arbeiten und gründete mit Freunden das Tonstudio Ringstrasse in Wels. Innerhalb eines Zeitraums von mehreren Jahren produzierte oder co-produzierte Egger über 100 Musikproduktionen aus allen Stilbereichen und schrieb Titel für Waterloo & Robinson, Waterloo solo, Wilfried, u.a.

Damit sicherte er sich finanzielle Mittel, die ihn wieder an den zu dieser Zeit noch nicht existenten Alpinrock denken ließen. Dabei lernte er mit dem Gitarristen Gery Moder den Mitmusiker kennen, denn er schon immer gesucht hatte. 1985 begann eine kongeniale Zusammenarbeit, die bis heute andauert. Das Projekt


gerhard egger & die mostrocker 

wurde aus der Taufe gehoben und 1987 mit dem Album


vom dachstoa bis nach tennessee


regional erfolgreich gestartet. Damit wurde ein Stein ins Rollen gebracht, der möglicherweise Musiker wie Attwenger, Rauhnacht und vielleicht auch Hubert von Goisern inspirierte.

Die dafür von Egger gegründete Produktionsfirma Riff - Productions mit angeschlossenem Label Riff- Records ermöglichte dem Künstler hundertprozentige Entscheidungskompetenz. 1991 produzierten Egger und Moder als zweites Album die weltweit erste Alpinrock - Oper

 


hallstatt – das mystical


die 2 Jahre später anlässlich der Hallstätter Kulturwoche „Kunst im Hochtal“ auf dem Hallstätter Marktplatz unter Eggers Gesamtleitung und unter Mitwirkung von ca. 50 Darstellern erfolgreich uraufgeführt wurde. Nach Problemen mit Major-Plattenfirmen und Managern schufen er und Moder 1995 das 3. Album


hoamatblues


mit der ausgekoppelten Hit-Single "Scheni Leni", auf dem die Wiener Top-Studiomusiker Willi Langer am Bass u.Tommy Böröcz auf den Drums als Gäste mitwirkten. Zusammen mit den Ausseer Hardbradlern wurde 1996 eine äußerst erfolgreiche österreichweite Alpinrock-Tour durchgeführt, die von allen Medien stark beachtet wurde.


Dazwischen fand der Oberösterreicher Zeit, ein Alpinrock-Musical für Kinder zu schreiben, im Alleingang zu produzieren und einzuspielen, ein dazugehöriges Lese- und Liederbuch zu verfassen und das Stück im Sommer 1996 mit über 250 Kindern und Erwachsenen unter seiner Gesamtleitung im oberösterreichischen Stadl-Paura uraufzuführen:


der flößerkater & die traungeister

Anfang 1997 machten sich Egger und Moder, wie immer im eigenen Studio in Wels, an die Produktion des 5. Albums


grenzgänger

Die ausgekoppelte Single "Gemma´s an" hielt sich 25 Wochen in den österreichweiten ORF Top-15 Airplaycharts für deutschsprachige Titel. Während der "hoamatblues-tour" 1996 und der "grenzgänger-tour" 1998 wurden über 50 Konzerte in Österreich und Deutschland absolviert, begleitet von ca. einem Dutzend TV-Auftritten, mehr als 1.000 Radioeinsätzen und Berichten in über 50 Printmedien. 1998 startete Egger die insgesamt 6. Produktion mit dem Titel



weltalbum

Die Arbeit an der als Reise durch möglichst viele Musikstile unserer Welt geplanten CD wurde von ihm jedoch bereits vor dem Abschluss abgebrochen und die Aufnahmen ins Archiv befördert. Das Ergebnis war ihm nicht authentisch genug. Daraus veröffentlicht wurden nur die „Stadlinger Hymne“ und der als Titelsong gedachte

 

weltsong

Erstere Komposition, die unter Mitwirkung eines großen Orchesters der Musikschule Lambach/Stadl-Paura und eines Kinderchores der Volksschule Stadl-Paura uraufgeführt wurde, produzierte er auch als CD mit 10 Versionen, interpretiert von 10 verschiedenen Interpreten, wobei Ausflüge in die Welten der Chor-, Blas-, Kirchen-, Volks-, Pop-, Rock-, Orchester- und Computermusik unternommen wurden.

Die anlässlich des Weltfestes der MIVA im Jahre 1999 vergebene Auftragskomposition „WeltSong“ wurde den 3000 Besuchern aus aller Welt zusammen mit ca 30 Musikern aus Afrika, Lateinamerika, Asien und Österreich präsentiert und als Single veröffentlicht. Im Jahr 2000 widmete Egger dem neugebackenen Surf-Olympiasieger Christoph Sieber als sein ehemaliger Volkschullehrer den


christoph sieber surfing song


Die Uraufführung fand auf der großen Christoph-Sieber-Olympia-Gala statt. 2002 setzte er das bereits 1995 begonnene und bisher aus Zeitmangel unterbrochene Projekt


schonzeit


fort. Aufgabenstellung war der Versuch, den oberösterreichischen Dialektpoeten Franz Stelzhamer musikalisch ins 3. Jahrtausend zu transportieren. Egger vertonte und produzierte 12 Stelzhamer-Gedichte in seinem inzwischen in Lambach neu installierten Digitalstudio, wieder gemeinsam mit Gery Moder.

Dazu kamen noch die Auftragskompositionen, die die OÖ.-Nachrichten anlässlich ihrer Stelzhamer-Gala 2002 vergaben. Egger vertonte die aus dreitausend Teilnehmern siegreich hervorgegangenen ersten drei Dialekttexte des Wettbewerbes „segn und sagn“. 2003 folgte die Veröffentlichung des Albums.  Dazwischen steuerte er einige Kinderlieder für ein Buch von Ruth Zizlavski bei.


rüdiger - der feuerdrache


Danach übernahm er 2003 die Leitung der Volksschule Stadl-Paura und beschäftigte sich sechs Jahre lang intensiv mit der Entwicklung und Durchführung eines zukunftsweisenden Schulprogrammes. Darüber schrieb er die Dokumentation


zeitenwende


Für seine künstlerische und pädagogische Arbeit wurde er 2009 mit dem Ehrenring der Gemeinde ausgezeichnet. In diesen Jahren als Schulleiter gab es aus Zeitgründen nur ein musikalisches Projekt.


das flößerkater-revival


In Form einer dokumentarischen Wiederholung führten 2006 Chöre und Solisten der VS Stadl-Paura das Mostrockermusical zum 10-jährigen Jubiläum erneut auf. Die Live-Interpretation der Aufführung erschien auf CD und DVD.


Zeitspuren


aus dem inneren Salzkammergut beschäftigten den Mostrocker von 2007 bis 2010. Ergebnis der Recherchen war ein Buch, in dem er sich anhand von historischen Dokumenten aus dem Nachlass seines Großvaters auf familiäre und regionale Spurensuche begab. Danach setzte er seine bereits 2005 begonnene Arbeit an einem neuen Album


 Gerhard Eggers Lonely Mostrock Band

 
fort und stellte 2012 die als Hommage an die Beatles gedachte Produktion fertig. Co-Produzent Gery Moder und die Mostrocker waren wieder mit von der Partie.
Die Band feierte ihr 25. Gründungsjubiläum und G. Egger 45 Jahre Singer/Songwriter.