 | Stelzhamer, Franz
Stelzhamer wurde 1802 in Großpiesenham (bei Ried/Innkreis)geboren, er starb 1874 in Henndorf. Er war Sohn eines Kleinbauern und besuchte das Gymnasium in Salzburg, studierte dann Rechtswissenschaft in Graz und Wien, schloß aber seine Berufsausbildung nicht ab, sondern führte ein unstetes Leben als Schauspieler, Vortragskünstler und Schriftsteller. Seine hochdeutschen Dichtungen sind heute vergessen; mit seinen "Liedern der obderennsischen Volksmundart" (1873) wurde er aber zum bedeutendsten Mundartdichter des bayrisch-österreichischen Raumes. Mit seiner musikalischen Sprache, seiner Gefühlssinnigkeit und seiner Gestaltungskraft hat er unzähligen Mundartdichtern als unübertroffenes Vorbild gedient. | Weitere Werke: Lyrik: Neue Gesänge in obderenns´scher Volksmundart, 1841; Gedichte in obderenns´scher Volksmundart, 4 Bände, 1844-68; Politische Volkslieder, 1848; Gedichte, 1855; Liebesgürtel, 1876. - Prosa: Prosa, 3 Bände, 1845; Jugend-Novellen, 1846; Heimgarten, 1847; Das bunte Buch, 1852; Gambrinus, 1853; Aus meiner Studienzeit, 1875; Die Dorfschule, 1976. - Epos: D´Ahnl, 1854. - Ausgabe: Ausgewählte Dichtungen, 4 Bände, herausgegeben von P. Rosegger, 1884.
Literatur: S. Bengesser, Eine Rezeptionsgeschichte der Mundartgedichte F. Stelzhamers von 1837-1982, Dissertation, Salzburg 1987; S. Bengesser, F. Stelzhamer. Zwischen Legende und Wahrheit, 1995. | 's müaderl
I mag wiaderwöll sein I mag wiaderwöll werdn Mein Müederl, das alt Hat mi dena nuh gern. | Mein'n Vadern seine Wünsch
Aft had a sein Pfeiferl Von Stölln g'langt und g'raukt, und had sö umtüber g'loant, wia's eahm had taugt. |
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